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Finanzierungsziel erreicht

16.01.2009 - 09:16

Schweinfurt - Am Samstag vergangener Woche fand die große Typisierungsaktion für den 3 ½ jährigen Tobias Weigand statt. Stolze 4.600 neue potentielle Lebensretter konnten gefunden werden und damit eigentlich doppelt so viel als erwartet. Die positive Wirkung, dass sich so viele Menschen zu einer Typisierung aufraffen konnten, hatte eine kleine Schattenseite: Nach der Typisierung fehlten zur Finanzierung fast 63.000 €. Dieses Defizit wurde nun innerhalb von sechs Tagen durch Spenden ausgeglichen.

Die Hilfsaktion für den 3jährigen Tobias Weigand läuft auch nach der Typisierungsaktion wie eine Welle durch die Region Main-Rhön. Waren die Organisatoren noch zu Beginn der neuen Arbeitswoche überwältigt von der Hilfsbereitschaft, die am Samstag wie eine Lawine über die Veranstaltung herein brach, startete die Woche am Dienstag bereits mit einer weiteren Überraschung: Aus einer Typisierungsaktion für die 34jährige Eileen Csapo aus Gambach bei Karlstadt wurden übrige Spendenmittel in Höhe von 32.420 € für die Typisierungsaktion in Schweinfurt freigegeben. Das Defizit war damit schon halbiert. Am Donnerstag dann die nächste gute Nachricht: Zusammen mit den Aktionen des „Netzwerk Hoffnung" und der DKMS konnten inzwischen aufgrund der Hilfsaktion für Tobias mehr als 5.000 Menschen in der Region mobilisiert werden. Am Freitagmorgen nun die wohl finale Überraschung dieser Woche: Die DKMS teilte den Organisatoren mit, dass der Spendenstand auf dem Konto der Aktion inzwischen auf stolze 231.146 € angewachsen ist. Die Finanzierung der Typisierung ist damit gesichert.

Wie wird die Aktion nun weitergehen?

Die Organisatoren sind sich einig, dass die hohe Unterstützung aus der Bevölkerung eine Verpflichtung für sie ist, weiterzumachen. Spenden die nun auf das Konto eingehen, werden ausschließlich dazu genutzt neue Spender zu finden. „Sollten entsprechende Mittel verfügbar sein, wollen wir die Gymnasien und Berufsschulen der Region anfragen um Typisierungen vor Ort durchführen.", so Mitorganisator Jürgen Stepan. Auch Typisierungen bei der Bundeswehr oder bei der Bereitschaftspolizei seien denkbar, so Stepan weiter.

Völlig überwältigt zeigen sich die Eltern von Tobias. Ruth Tellert-Weigand und Jürgen Weigand erreichte die Nachricht über dieses nächste, nicht weniger wichtige Etappenziel in der Kinderklinik der Uni Erlangen.

Die gute Finanzierungsnachricht verstärkt die Fassungslosigkeit mit der sie seit Samstag kämpfen. Ausgelöst wurde diese Fassungslosigkeit durch die Hilfsbereitschaft, die Tobias aus der Region entgegengebracht wird.

„Die unfassbare Unterstützung der Bevölkerung hilft uns sehr, zusammen mit Tobias diese schwere Zeit durchzustehen.", meint Tobias Vater Jürgen Weigand. „Zu wissen, dass da draußen abertausende Menschen Anteil an Tobis Schicksal nehmen, beweist uns, dass man die Hoffnung nie verlieren darf.", bestätigt tief bewegt Ruth Tellert-Weigand, Tobias Mutter. Trost gibt den Eltern auch das Wissen, dass die in Schweinfurt angelaufenen Aktionen vielen anderen Menschen in Deutschland helfen kann. Statistisch gesehen werden von den 5.000 typisierten Menschen ein Prozent als Lebensretter gefordert werden. Somit hat die Region vielleicht 50 unbekannten schwer kranken Patienten die Hoffnung auf ein Weiterleben gegeben.

Auf diesem Wege möchten sie ganz herzlich allen Spendern und Unterstützern danken, die die mehr als 5.000 Typisierungen aus der Region überhaupt erst möglich machten. Unermesslichen Dank senden die Weigands aber auch an die vielen ehrenamtlichen Helfern, die bei den Typisierungen die Spender umsorgt haben und durch ihr unfassbares Engagement die Veranstaltungen zu einem besonderen Beweis der Menschlichkeit werden ließen.

Bei allen guten Nachrichten dieser Woche sind sich Tobias Eltern und die Organisatoren der Hilfsaktion in einem wichtigen Punkt einig: Sie alle wären sehr viel glücklicher, wenn all die Hilfsbereitschaft, all die Zuwendung und Bestätigung der letzten Wochen nie in Anspruch hätte genommen werden müssen.

Tobias Eltern und das Organisationsteam der Typisierung in Schweinfurt rufen jedoch weiterhin dazu auf, sich typisieren zu lassen.

Eine Möglichkeit ist die Typisierung am kommenden Samstag, 17. Januar bei Möbel Pillip in Bamberg. In der Zeit von 11 bis 18 Uhr besteht dort die Möglichkeit sich durch eine Blutspende typisieren zu lassen. Informationen zur Typisierung in Bamberg finden Sie auch auf http://www.tobias-weigand.de. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, zuhause mit einem Watteträger die Typisierung selbst vorzunehmen. Informationen dazu finden Sie auf http://www.dkms.de.

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